Unser Unternehmen
Leistungsspektrum
Referenzliste
Informationen
Zusammenarbeit
© 2009, Carsten de Vries ÖbVI
Kontakt
Impressum

Das Katasterkartenwerk besteht aus der:

  • Flurkarte Flurkartenerlaß; v. 30.06.82.
  • Schätzungskarte Schätzungskartenerlaß; v. 12.01.55.

Außerdem existieren Sonderkarten, die auf der Grundlage von Flurkarten gefertigt werden. Sie dienen den besonderen Bedürfnissen der Verwaltung, Wirtschaft, Planung und des Verkehrs (z.B. Bauleitpläne, Flächennutzungspläne, Entfernungskarten, Kaufpreiskarte usw.) Die besonderen "Inhalte" werden in einem Abdruck der Flurkarte in farbiger Tusche eingezeichnet. Für die Schätzungskarte wird eine Deckpause zur Flurkarte angefertigt. Sie enthält die Ergebnisse der Reichsbodenschätzung.

Arten der Flurkarte

  • Urkarte - Die Urkarte ist das Urstück der Flurkarte. Sie Entsteht durch Kartierung bei der Neuvermessung in einem Zuge oder bei der allmählichen Neuvermessung. Wird Karton verwendet, brauchen nur die Kartenzeichen für Gitterlinien und Grenzzeichen in Tusche ausgezeichnet werden. Alles andere wird in Blei gezeichnet und beschrieben.
  • Urpause - Als Ausgangsstück für die Drucklegung der Flurkarte dient die Urpause. Sie entsteht durch Hochzeichnen und vollständiges Ausarbeiten des Kartenbildes der neu hergestellten Urkarte, soweit sie nicht schon auf Folie gezeichnet wurde.
  • Amtskarte - Die Amtskarte entsteht als Abdruck der Flurkarte für den allgemeinen Dienstgebrauch im Kataster. Soweit sie geführt wird, stellt man sie im Flachdruckverfahren her (auf gut gelagertem Bütten oder gleichwertigem Maschinenpapier).
  • Flurkartenpause - Die Flurkartenpause dient zur Herstellung von Vervielfältigungen und kann ebenfalls gedruckt werden. Um haltbare Karten zu erhalten, kann auch mit Kopien von der Urpause gearbeitet werden (Wash-off-Verfahren u.ä.)
  • Sicherungsstück - Für den RP dient eine Mikroverfilmung der Urpause als Sicherungsstück (früher ein Druck wie die Amtskarte!)

Formen der Flurkarte

Flurkarten sollen in Form der Rahmenkarte erstellt werden. Bei ihr wird das Kartenbild ohne Rücksicht auf katastermäßige Begrenzungen bis zum Rand ausgefertigt. Der Rahmen kann also Flurstücksgrenzen, Flurgrenzen, Gemarkungsgrenzen usw. schneiden. Das Kartenbild ist für die Maßstäbe 1:500 bis 1:2000 (50x100 cm). Beim Maßstab 1:5000 liegt eine Größe von 40x80 cm vor. Für Inselkarten gelten die Anweisungen VIII;IX;X. Ihre Bildgröße ist 666x1000 mm und das Papierformat beträgt 700x1030 mm. In den Inselkarten werden durch topographisch bedeutsame Linien begrenzte Grundstücksmassen dargestellt. (Teil einer Flur, Flur, mehrere Fluren oder eine ganze Gemarkung.)

Stetige Laufendhaltung der Flurkarte (Amtskarte und Flurkartenpause)

Die Amtskarte wird laufend fortgeführt, indem die Veränderungen und Berichtigungen sachgemäß unter Beachtung des "Prinzips der Nachbarschaft" einkartiert werden (zinnoberrot). Wegfallende Darstellungen werden in rot gekreuzt, bzw. durchgestrichen. Die Flurkartenpause wird laufend auf Grund der fortgeführten Amtskarte durch Hochzeichnen in schwarzer Tusche berichtigt. Wegfallendes wird ausradiert.

Periodische Laufendhaltung (Urpause)

Die Urpause wird vor jeder neuen Drucklegung der Flurkarte und vor jeder Erneuerung der Flurkartenpause in einem Zuge berichtigt. Nicht mehr gültige Eintragungen werden durch Rasur entfernt.

Laufendhaltung entfällt (Urkarte, Sicherungsstück)

Urkarten werden nur dann laufend gehalten, wenn sie gleichzeitig als Urpausen gelten. Das Sicherungsstück wird nicht laufend gehalten.

Erneuerung der Flurkarte

Die Amtskarte wird erneuert, wenn sie unübersichtlich oder auch sonst unbrauchbar zu werden scheint, oder wenn eine neue Urkarte abschließend kartiert ist. Die Flurkartenpause wird als seitenrichtige Kopie der überichtlichen Urpause erneuert, wenn diese unbrauchbar zu werden scheint.

Übersicht

Die Übersicht über das Rahmenkartenwerk des Katasteramtsbezirks wird durch eine aus Blättern der TK 25 hergerichtete "Übersichtskarte 1: 25000 zum Katasterrahmenwerk" vermittelt.

Aufbewahrung

Urkarten und Urpausen werden im Archiv des Katasteramtes aufbewahrt. Die Amtskarten sollen hängend aufbewahrt werden. Bei Rahmenkarten ergibt sich die Ordnung aus der Nummernfolge der Karten. Amtskarten in Form von Inselkarten werden nach Gemarkungen und Fluren geordnet.

Projektion des Rahmenkartenwerk

Die geodätische Grundlage des Rahmenkartenwerkes ist das trigonometrische Festpunktfeld in der konformen Abbildung des Erdellipsoids nach Gauß-Krüger.

Maßstab

Der Grundmaßstab ist 1:1000 in Siedlungsgebieten und 1:2000 in ländlichen Gebieten. Für eng bebaute Ortskerne kann 1:500 als Grundmaßstab gewählt werden. Für sehr große zusammenhängende Waldgebiete oder Truppenübungsplätze ist der Maßstab 1: 5000 zugelassen.

Blattschnitt

Das Rahmenkartenwerk wird in den Blattschnitt des Grundkartenwerkes 1:5000 eingefügt. (siehe Anlage 1).

Nummerierung der Blätter

Jede Rahmenkarte 1:2000 und 1:5000 erhält eine Nummer, die den Kilometerwerten der Koordinaten der linken unteren Blattecke entspricht. Die beiden ersten Ziffern der Koordinatenwerte werden fortgelassen. Karten in den anderen Maßstäben werden im Sinne der Anlage 1 nummeriert.

Rand- und Schriftstreifen

An den gestrichelt darzustellenden Bildrahmen schließt sich ein 15 mm breiter Randstreifen der mit einer Randleiste (St7) abschließt. Der untere Schriftstreifen ist 80mm und der obere 50mm breit. Die Griffränder rechts und links betragen 30mm.